Jahrgangsstufe

Hören

Schüler mit einem zusätzlichen Förderbedarf im Bereich „Hören“ am Sprachheilpädagogischen Förderzentrum sind zumeist Kinder mit einer Auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS). Zu einem kleineren Teil finden sich Schüler mit peripheren Hörstörungen an der Schule.

Die Förderung wird von einem Hörgeschädigtenpädagogen ein- bis zweimal wöchentlich vorgenommen.

Neben der pädagogischen Arbeit am Kind werden Aufklärung und Beratung der Eltern und betreuenden Pädagogen über störungsspezifische Besonderheiten wie Richtungshören, Hören bei Störschall, Reizüberflutung, Beeinflussung durch andere Wahrnehmungsbereiche, Auswirkungen der gefundenen Störungen im täglichen Leben und in der Schule geleistet.

Die Förderung findet zumeist in Einzel- oder Gruppensituationen unterrichtsbegleitend statt. Hierfür werden hauptsächlich Sprachförderstunden des Schülers genutzt. Häufig sind Unterrichtsinhalte im Fach Deutsch oder Sachkunde thematische Anknüpfungspunkte für die Förderung.

Förder- und Therapieinhalte gestalten sich abhängig vom jeweiligen Kind. Sie umfassen das Training der Teilfunktionen der auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsleistungen mit sprachgebundenem und ggf. auch mit sprachfreiem Material.

Defizitäre Bereiche werden durch übende Verfahren gefördert. Es handelt sich dabei um fördernde Verfahren zur Lokalisations- und Separationsfähigkeit, zur Lautdifferenzierung, -identifikation, -analyse, -synthese und -ergänzung. Auch sind Übungen zur Verbesserung des Richtungsgehörs, ggf. auch zur Geräuschdifferenzierung und -identifikation Inhalt der Förderung. Übungen zur Verbesserung des auditiven Gedächtnisses, der Lautdurchgliederung (Lautvertauschungen) und zur Verbesserung der auditiven Aufmerksamkeit sind bei Bedarf indiziert.

Durch den Einsatz taktil-kinästhetischer und rhythmisch-motorischer Elemente können alle Wahrnehmungsbereiche einbezogen und somit eine multisensorische Förderung gewährleistet werden.

Aufgrund der ständigen Präsenz des Hörgeschädigtenpädagogen an der Schule kann eine enge Zusammenarbeit und Kooperation von Klassenlehrer, Hörgeschädigtenpädagoge sowie Eltern und anderen an der Weiterentwicklung und Förderung des Kindes beteiligten Personen optimal gewährleistet werden.